Immer, wenn ich mit der Eisenbahn von Hartmut Mehdorn unterwegs bin, muss ich ein bisschen schmunzeln. Mal ehrlich, dass "Szänk ju for trävelling wis Deutsche Bahn" und das "Verehrde Reisende, versuche Sie jetz nach demm Middachesse doch auch denn Appelkuche im Restaurant, der Koch hat sisch egßtra viel Mühe gegebe" ist doch niedlich. Gut, zwischen Köln und Gelsenkirchen kann einem das ziemlich auf die Nerven gehen. Da gibt es ja so einige Städte, jede mit mindestens einen Bahnhof, und dann kommt auch noch immer der gleiche Text. In einer deutschen Mundart und auf Englisch - beziehungsweise absichtlichem Nuscheln, so wie als ich im Osten der Republik Richtung Halle unterwegs war. Dabei bemüht sich die Bahn ja, besonders korrekt und vor allem informativ zu sein. Manchmal treibt das komische Blüten. So etwa, als mein Intercity neulich direkt hinter dem Düsseldorfer Flughafen zum Halten kam. Während wir Reisenden kurz nach dem letzten Bahnhof und in einem stockfinsteren Tunnel warteteten, ertönte die Stimme: "Dies ist ein außerplanmäßiger Halt. Bitte steigen Sie nicht aus." Wohin denn auch? Besser aber noch die Ansage in der Nordwestbahn zwischen Münster und Warendorf, als sich der Zugebleigeter um diese wohlgeformten Worte bemühte: "Sehr geehrte Fahrgäste: Aufgrund einer Toilettenstörung ... ist die ... Toilette ... nicht zu benutzen." Aha.
Montag, November 17
Freitag, Juni 20
Super Deutschland, super Deutschland, super Deutschland, olé, olé
Gigantisch. Wir haben gespielt und gespielt, in die Räume wo Platz war und die wiederum dort dicht gemacht, wo nötig. Da war einer für den andern da, da rannte einer für den andern, da stimmte der Kampfgeist, der Teamgeist und Magneto-Lehmann hat alles gehalten, was es zu halten gab. Das Pressing stimmte, die Mannschaft kam von außen und schoss aus der Mitte. Jetzt sind wir im Halbfinale, da können auch Günter Delling nicht meckern! Schalalalalalalala!Samstag, März 22
En stage VII
Aufgetaucht aus den Migrationsbeschreibungen des 19. Jahrhunderts - eingetaucht in die Welt der Nachrichten. Nach drei Wochen bei Arte Info, der fabelhaften Nachrichtensendung des europäischen Kulturkanals, binational produziert, international ausgerichtet, habe ich schon eine ganze Menge gelernt: über die Sprache der Bilder, über die Macht der Bilder, wo die Bilder hergekommen - und - nun ja, wo sie hingehen, das weiß ich als geübte Nachrichtenrezipientin natürlich schon lange. In meinen Kopf. Wo zusammen mit den Worten des Nachrichtensprechers wieder neue Bilder entstehen.
Zwischen dem Eintrudeln der Bilder in der Redaktion und dem Ausstrahlen irgendwo auf dem Dach des Arte-Gebäudes am Quai der Ill liegt natürlich noch das Bearbeiten und das läuft bei Arte sehr komfortabel. Dafür gibt es nämlich einen Cutter. Der Redakteur muss ihm nur noch sagen, wo die Leute vom Newscoord, dem Bildeingang so zu sagen, die kleinen Videos hinterlegt haben und los geht's... immer wieder liest man als Journalist dann dazu die selbstgeschriebenen Texte, so lange, bis alles zusammen passt: Wort und Bild. Arte-Journalisten pfeifen übrigens auf die 12-Wörter-pro-Satz-Regel. Ihr Atem scheint einfach endlos lange zu halten. Sätze können sich über drei Zeilen erstrecken, ohne dass die Profis beim Einsprechen ins Straucheln geraten. Ich durfte auch mal und am 13. März ging meine Stimme als Overvoice einer dänischen Europa-Abgeordneten über den Äther.
Und dann habe ich noch etwas gelernt: Angela Merkel liegt in Meinungsumfragen nicht nur in Deutschland vorn. Zahlreiche Anhänger findet sie auch unter den französischen Journalisten bei Arte Info. Die sind nicht zuletzt von der unprätentiösen weiblichen Linie unserer Kanzlerin begeistert, die bei uns so belächelt wird. Der eigene Regierungschef wird so sehr geschätzt, dass man gelegentlich glaubt, sich bei den deutschen Kollegen entschuldigen zu müssen.
Zwischen dem Eintrudeln der Bilder in der Redaktion und dem Ausstrahlen irgendwo auf dem Dach des Arte-Gebäudes am Quai der Ill liegt natürlich noch das Bearbeiten und das läuft bei Arte sehr komfortabel. Dafür gibt es nämlich einen Cutter. Der Redakteur muss ihm nur noch sagen, wo die Leute vom Newscoord, dem Bildeingang so zu sagen, die kleinen Videos hinterlegt haben und los geht's... immer wieder liest man als Journalist dann dazu die selbstgeschriebenen Texte, so lange, bis alles zusammen passt: Wort und Bild. Arte-Journalisten pfeifen übrigens auf die 12-Wörter-pro-Satz-Regel. Ihr Atem scheint einfach endlos lange zu halten. Sätze können sich über drei Zeilen erstrecken, ohne dass die Profis beim Einsprechen ins Straucheln geraten. Ich durfte auch mal und am 13. März ging meine Stimme als Overvoice einer dänischen Europa-Abgeordneten über den Äther.
Und dann habe ich noch etwas gelernt: Angela Merkel liegt in Meinungsumfragen nicht nur in Deutschland vorn. Zahlreiche Anhänger findet sie auch unter den französischen Journalisten bei Arte Info. Die sind nicht zuletzt von der unprätentiösen weiblichen Linie unserer Kanzlerin begeistert, die bei uns so belächelt wird. Der eigene Regierungschef wird so sehr geschätzt, dass man gelegentlich glaubt, sich bei den deutschen Kollegen entschuldigen zu müssen.
Freitag, Februar 29
Als ob die Uhren leiser tickten...
Es ist vollbracht. Sechs Monate sind nun fast um. Die Arbeit ist gedruckt, gebunden und bei der Post vorläufig in guten Händen.
Allen, die meine Magisterarbeit und mich bei ihrem Werdegang durch die Bereitstellung von Quellen, durch endloses Korrekturlesen, Ratschläge und Beratung und durch aufopfernde Motivation begleitet haben, ein herzliches Dankeschön. Das gilt vor allem Herrn Werner Schubert für die Bereitstellung seiner Auswandererbriefe, Herrn Manfred Büter für die Fusion von Kirchenbüchern und Internet, Herrn Dietrich Boll, Frau Silke Offergeld und Herrn Laukamp, die mich durch die Keller des Amtsgerichts zu den Grundakten führten. Daneben gilt mein Dank auch allen Archivaren, die mir Quellen heraus gesucht haben. Für das Korrekturlesen ein Dankeschön an Kathi, Ulrike, Wolfram, Mama und Stefan. Meiner Familie und Stefan danke ich dafür, dass sie immer für mich da waren.
Allen, die meine Magisterarbeit und mich bei ihrem Werdegang durch die Bereitstellung von Quellen, durch endloses Korrekturlesen, Ratschläge und Beratung und durch aufopfernde Motivation begleitet haben, ein herzliches Dankeschön. Das gilt vor allem Herrn Werner Schubert für die Bereitstellung seiner Auswandererbriefe, Herrn Manfred Büter für die Fusion von Kirchenbüchern und Internet, Herrn Dietrich Boll, Frau Silke Offergeld und Herrn Laukamp, die mich durch die Keller des Amtsgerichts zu den Grundakten führten. Daneben gilt mein Dank auch allen Archivaren, die mir Quellen heraus gesucht haben. Für das Korrekturlesen ein Dankeschön an Kathi, Ulrike, Wolfram, Mama und Stefan. Meiner Familie und Stefan danke ich dafür, dass sie immer für mich da waren.
Donnerstag, Januar 31
Der Puls geht wieder ruhiger

Die Arbeitet schreitet voran. Entgegen aller Befürchtungen und Panikattacken, bin ich nun guter Hoffnung, den internen Abgabetermin Ende Februar tatsächlich einhalten zu können, auch wenn in der Frage der Pivot-Charts das letzte Wort wohl noch nicht gesprochen wurde. Hoffentlich. Denn der derzeitige Stand ist mehr als unbefriedigend... Aber noch will ich mir davon die gute Laune nicht verderben lassen. Seit Anfang Januar kümmere ich mich deshalb nicht länger um Daten und Statistiken und bin in Medias Res gegangen. Dort lauern ein paar alte Verträge auf mich, die ich im Sommer - einsatzbereit - dort vergessen hatte. Statt 2000 Personen beschäftige ich mich nur noch mit den Erbschaftsangelegenheit von rund 60 Ostbevernern, was eine große Erleichterung darstellt. Zumahl mir die Arbeit am kommenden Wochenende einen guten Grund gibt, die tollen Tage zu umschiffen, die sich auch in Münster immer wieder breit machen. Warum, das weiß nun wirklich kein Mensch, es soll etwas mit dem Katholizismus zu tun haben, trug man mir heute von der Seite zu - aber das ist nun wiederum eine andere Geschichte.
Donnerstag, November 15
En stage
Alle Mühen haben sich gelohnt: Im März werde ich das Examen für ein Weilchen an den Nagel hängen, die Magisterarbeit schleunigst abgeben und dann mach ich mich auf nach Straßburg. In die Europa-Stadt und zu Stefan. Ach ja, und nebenbei mache ich auch noch ein kleines Praktikum bei einem deutsch-französischen Fernsehsender. Im Herzstück, der Nachrichtenredaktion. Der Name hat irgendwas mit Kunst zu tun, glaub ich. Klingt jedenfalls so . . .
Dienstag, Oktober 9
Die Daten haben sich erhoben!
... und ich befürchte gegen mich. Neulich war ich ja mal wieder im Archiv. Da habe ich festgestellt, dass Herbstferien sind und, was noch viel schlimmer war, als ich das letzte mal dort war waren Sommerferien. So lange bastle ich schon an meinen Daten herum. Volkszählung 1855. Über 2300 Personen wollen auch von mir registriert werden. Anfangs hat das ja noch Spaß gemacht. Aber jetzt kann ich sie nicht mehr sehen - von Altemann bis Zumdiecke!
Das Gute ist: ich bin so gut wie durch. Demnächst gibt's eine kleine Orientierungsstunde beim Prof und dann starte ich mit dem Hauptteil. Nach vierzehn Seiten Einleitung in Fragen und Forschung liegen nun nur noch knapp 86 vor mir.
Das Gute ist: ich bin so gut wie durch. Demnächst gibt's eine kleine Orientierungsstunde beim Prof und dann starte ich mit dem Hauptteil. Nach vierzehn Seiten Einleitung in Fragen und Forschung liegen nun nur noch knapp 86 vor mir.
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